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Chefärztliche Bewilligung


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Heilmittel

Seit 1. Jänner 2005 gibt es ein Heilmittelverzeichnis, den Erstattungskodex (EKO). Die Voraussetzungen für die Bezahlung von Medikamenten werden darin klar und nachvollziehbar geregelt. Mit Einführung des Erstattungskodex wurde ein Großteil der zuvor bewilligungspflichtigen Medikamente frei verschreibbar. Damit steht den Ärztinnen/Ärzten ein wesentlich breiteres Spektrum an bewilligungsfreien Präparaten zur Verfügung. Ärztinnen/Ärzten sind verpflichtet, vorrangig Medikamente aus diesem Bereich zu verordnen.

Sollte Ihre Ärztin/Ihr Arzt trotzdem ein bewilligungspflichtiges Medikament verordnen, hat sie/er die notwendige Bewilligung hierfür einzuholen. Sie müssen sich nicht mehr selbst um die Chefarztbewilligung kümmern!

Gemäß § 7 der Heilmittel-Bewilligungs- und Kontroll-Verordnung idgF hat die verschreibende Ärztin/der verschreibende Arzt bei Medikamenten die gemäß EKO nicht frei verschreibbar sind, die Bewilligung bei der KFA elektronisch, per Fax oder per Brief einzuholen. Erst wenn diese Bewilligung durch den chefärztlichen Dienst der KFA erteilt wurde, können die Kosten des Medikaments von der KFA übernommen werden. Nachträgliche Bewilligungen sind nicht möglich.

Arzneispezialitäten, die nicht im EKO angeführt sind, können grundsätzlich nicht auf Kosten der KFA verschrieben werden.

Arbeitsbehelf_Polypharmazie.pdf (564.6 KB)

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Sonstige Bewilligungen

Für nachstehende Leistungen ist die vorherige Genehmigung des Chefärztlichen Dienstes erforderlich:

Pkt. 18a
Elektroenzephalogramme
Pkt. 18b

Pkt. 18c

besondere Laboratoriumsuntersuchungen die nicht in der Honorarordnung für Vertragsärzte angeführt sind
Pkt. 18d
die über ärztliche Verordnung durchzuführenden physikalischen und ergotherapeutischen Behandlungen
Pkt. 35
Notwendige Heilbehelfe werden auf Grund ärztlicher/fachärztlicher Verschreibung gewährt. Für ihren Bezug ist die vorherige Genehmigung der KFA erforderlich. Heilbehelfe, aufgrund besonderer beruflicher Erfordernisse (z.B. Computerbrillen), sind keine Leistungen der Krankenfürsorgeanstalt
Pkt. 57
Bei Anstaltspflege werden die notwendigen Kosten der Beförderung zur bzw. von der nächstgelegenen geeigneten Krankenanstalt übernommen, wenn es der körperliche Zustand des/der Erkrankten erfordert. Die Kosten der Überführung von einer Krankenanstalt in eine andere werden dann übernommen, wenn die Überführung ärztlicherseits aus Gründen der Behandlung als notwendig anerkannt wird
Pkt. 62
Die Kosten einer länger als vier Wochen dauernden medizinischen Hauskrankenpflege werden nur nach Maßgabe einer vorher einzuholenden Bewilligung der KFA übernommen, wenn und solange es die Art der Krankheit erfordert
Pkt. 83
Für Kieferregulierungen ist die vorherige Genehmigung der KFA einzuholen. Diese wird erteilt, wenn die Behandlung zur Verhütung von Gesundheitsschäden oder zur Beseitigung von berufsstörenden Verunstaltungen notwendig ist
Pkt. 85
Bei Zahnersatzarbeiten ist, abgesehen von dringenden Reparaturen, die vorherige Genehmigung der KFA einzuholen
Pkt. 94
Leistungen der erweiterten Heilfürsorge können nur nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Mittel gewährt werden. Ihre Notwendigkeit muss vorher von der KFA anerkannt werden. Auf diese Leistungen besteht kein Rechtsanspruch; gegen die Ablehnung eines diesbezüglichen Ansuchens ist ein Rechtsmittel nicht zulässig
Pkt. 103
Die KFA gewährt, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern oder die Folge der Krankheit zu erleichtern, im Anschluss an die Krankenbehandlung nach pflichtgemäßem Ermessen medizinische Maßnahmen der Rehabilitation mit dem Ziel, den Gesundheitszustand der Mitglieder und ihrer Angehörigen so weit wiederherzustellen, dass sie in der Lage sind, in der Gemeinschaft einen ihnen angemessenen Platz möglichst dauernd und ohne Betreuung und Hilfe einzunehmen
Stoßwelle

Nach vorheriger Chefärztlicher Bewilligung und Durchführung durch einen Fachärztin bzw. Facharzt für Orthopädie, Physikalische Medizin oder Unfallchirurgie kann eine Kostenrückerstattung für kleine und große Gelenke geleistet werden. Diese Leistung ist pro Patientin bzw. Patient, pro Jahr und pro Gelenk maximal dreimal verrechenbar.

Liposuktion
(bei Lipödem)

Nach vorheriger Chefärztlicher Bewilligung und Durchführung durch einen Fachärztin bzw. Facharzt für Dermatologie, (allg.) Chirurgie oder Plastische Chirurgie kann eine Kostenrückerstattung geleistet werden.

Akupunktur
(ab 1.1.2020)

Bewilligung durch den Chefärztlichen Dienst der KFA Wien bei Vorliegen mindestens einer der folgenden Indikationen:

  • Chronische Schmerzzustände
  • Kopfschmerzen (Hemicranie)
  • Migräne
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Cervikalsyndrom
  • Schleudertrauma (Distorison der HWS, whiplash injury)
  • Spondylopathien (Spondylarthrose, Spondylosis deformans, Spondylosis hyperostatica)
  • Morbus Scheuermann (adoleszente Kyphose, Osteochondrosis deformans juvenilis vetebralis dorsalis sive lumbalis)
  • Diskopathien (wenn operatives Vorgehen nicht erforderlich)
  • Lumbalgien
  • Lumboischialgien
  • Degenerative Arthrosen
  • Chronische Arthritiden
  • Weichteilrheumatismus (Fibromyalgie, Myositis, versch. Myopathien, Neuromyopathie, Periarthropathien)
  • Tendinitis
  • Epikondylopathien (Epicondylitis humeri radialis, ulnaris) Bursitis